Pilze-im-Garten

Pilze im Garten – Verzehr, Beseitigung und Vorbeugung

Sie entdecken hin und wieder vereinzelte Pilze in Ihrem heimischen Grün? Oder aber Sie ärgern sich über eine seltsam kreisförmige Ausbreitung zahlreicher Pilze in Ihrem Garten? Ob diese verzehrt werden können, wie Sie Pilze im Garten richtig beseitigen und dem zukünftigen Pilzwachstum gezielt vorbeugen können – das erfahren Sie hier!

Unsere Experten für Gartenbau München klären Sie im Folgenden über alles Wissenswerte rund ums Thema Pilze im Garten auf!

Sind Gartenpilze zum Verzehr geeignet?

Grundsätzlich sollten Sie im Garten vorgefundene Pilze ausschließlich bei einer absolut sicheren Bestimmung verzehren. So finden sich durchaus einige unter ihnen, die sich als schmackhafte Speisepilze eignen. Beispiele hierfür sind der Riesenbovist, Tintlinge, der Weiße Anis-Champignon, der Gemeine Riesenschirmling und der Nelken-Schwindling. Allerdings ist Vorsicht geboten: Manche von diesen besitzen giftige Doppelgänger. Der Nelken-Schwindling beispielsweise hat den tödlich giftigen Frühlings-Knollenblätterpilz zum Doppelgänger. Sie sollten daher die Pilze vor deren Verzehr tatsächlich zweifelsfrei als ungiftigen Speisepilz identifizieren können. So bietet sich der Genuss von im Supermarkt erworbenen Speisepilzen eher an.

Pilze im Garten: Muss ich sie entfernen?

Können Sie die jeweiligen Pilze in Ihrem eigenen Garten nicht eindeutig als ungiftig ausmachen, ist es sinnvoll, diese vorsichtshalber zu entfernen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Haustiere oder kleine Kinder in Ihrem heimischen Grün herumtoben. 

Ist das jedoch nicht der Fall und erfreuen Sie sich sehr am Anblick einiger weniger Pilze im Garten, ist eine Entfernung nicht unbedingt notwendig. Doch bedenken Sie: Es besteht stets die Möglichkeit, dass sich die Pilze im Garten ausbreiten und zahlreiche unschöne Stellen hinterlassen.

Ob eine Entfernung anzuraten ist, ist auch abhängig von der Anzahl und der Art der Ausbreitung der Pilze im Garten. Verbreiten sich die Pilze in (halb-)kreisförmiger Ausrichtung – in sogenannten Hexenringen – sollten Sie diese entfernen. Die derartige Erscheinung finden Sie beispielsweise bei Hutpilze vor, wie dem Wiesenchampignon, Nelken-Schwindling oder dem Alkalischen Rötling. Hexenringe können Ihre Rasenfläche schädigen – nicht selten kommt es zu Trockenschäden und Verfärbungen an den betreffenden Stellen.

Pilze im Garten richtig entfernen

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten die Sporen der Pilze so wenig als möglich bei deren Entfernung verteilt werden. Daher ist eine Beseitigung mithilfe des Rasenmähers ungeeignet. Nutzen Sie stattdessen ein Messer, um die Pilze vorsichtig abzuschneiden. Stechen Sie anschließend die betroffene Stelle des Rasens ein paar Zentimeter tief aus. Dies ist wichtig, damit auch das sich im Erdboden befindende Pilzgeflecht beseitigt werden kann. Die Entfernung von Pilzen im Garten ist also mit dem Vorgang des Unkraut-Jätens zu vergleichen: In beiden Fällen muss insbesondere auch die im Boden tiefsitzende Wurzel entfernt werden, damit der unliebsame Gast nicht zurückkommt. Doch in den meisten Fällen haben Sie mit der Beseitigung lediglich das Symptom des Pilzwachstums bekämpft, nicht die Ursache. 

Pilze im Garten – Anzeichen eines “kranken” Rasens

Auf der Rasenfläche auftauchende Pilze stellen nicht nur ein optisches Problem für Gartenbesitzer oder ein Risiko für Kinder und Haustiere dar. Sie weisen außerdem darauf hin, dass es dem Rasen nicht gut geht. Daher können Sie Pilze in Ihrem Garten stets als Hinweis nehmen, optimalere Bedingungen für eine gesunde Rasenfläche zu schaffen. 

Die häufigsten Ursachen für Pilze im Garten

  • Staunässe bzw. hohe Bodenfeuchte 
  • viel Schatten
  • gleichbleibende, niedrige Temperaturen
  • Nährstoffmangel im Boden

Pilzen im Garten vorbeugen 

Im Umkehrschluss gilt es somit, Pilzsporen keine idealen Wuchsbedingungen zu bieten. Um das Pilzgeflecht im Erdreich zu unterbinden, eignen sich folgende präventive Maßnahmen: 

Den Boden “abmagern”

 Zumeist siedeln sich Pilze sehr nah unter schattenspendenden Bäumen im Garten an. Hier finden sie bei den zumeist schweren Böden die passenden Wachstumsbedingungen vor. 

Schwere Böden, die Staunässe zur Folge haben, können mithilfe verschiedener Maßnahmen aufgelockert werden. Auf diese Weise verbessert sich der Abfluss des Wassers. Reduzieren Sie die Dichte des Bodens, indem Sie entweder Kies einharken oder Sand einarbeiten . Auch das Abdecken mit reifem Kompost erzielt eine gute Wirkung.

Rasenfilz beseitigen

Weist Ihr Rasen Verfilzungen auf, ist keine gleichmäßige Durchlüftung der Rasenfläche mehr gegeben. Auch Sonnenlicht erreicht durch den Filzteppich nicht mehr gleichmäßig den Rasen, sodass zugeführtes Wasser weder ausreichend abtrocknen noch ablaufen kann. So stauen sich Feuchtigkeit und Nässe, welche den idealen Nährboden für das Pilzwachstum bieten. Abhilfe schafft – Den Rasen vertikutieren: Hierbei werden Rasenfilz und Moos entfernt. 

Auf angemessene Wasserzufuhr achten

Achten Sie auch darauf, Ihren Garten richtig zu gießen, damit Sie mit Ihrer Gießtechnik auch keine Staunässe erzeugen. Hierfür empfiehlt sich ein kräftiges, aber nicht allzu häufiges Bewässern der Rasenfläche.

Dem Boden Nährstoffe zuführen

Vor allem die Ausbreitung der Pilze in Hexenringen weist auf einen Nährstoffmangel des Bodens hin. Bekämpfen Sie diese Art des Pilzwachstums mithilfe der folgenden Schritte: 

  1. Stechen Sie die Pilze gründlich aus. Beseitigen Sie hierzu zunächst mit einem Messer den sichtbaren Pilz-Teil. Stechen Sie im Folgenden mit dem Messer an derselben Stelle den Erdboden einige Zentimeter tief aus. 
  2. Nun wird der Boden durchlüftet.
  3. Anschließend bringen Sie einen Langzeitdünger auf die betroffenen Stellen auf. Denn indem Sie die betroffene Stelle im Garten düngen, gleichen Sie die Defizite des Bodens an notwendigen Mineralien und Spurenelementen aus. Reifer Kompost eignet sich hierfür sehr gut, auch organischer Dünger aus dem Fachhandel kann verwendet werden. 

Der optimale Zeitpunkt des Düngens ist vor einem bevorstehenden Regenschauer –  Dieser wird die Nährstoffe in den Boden spülen.

Verde Gartenbau nimmt sich zur Bekämpfung Ihrer Pilze im Garten für Sie gerne Ihrer Rasenpflege an. Ebenso stehen wir Ihnen für für die Baumpflege München und eine Wurzelstockentfernung zur Verfügung!

©M.Dörr & M.Frommherz  – stock.adobe.com

Ähnliche Beiträge

Bienenfreundliche-Pflanzen1

Diese bienenfreundlichen Pflanzen sollten Sie in Ihrem Garten haben

Bienen sind die wohl wichtigsten Nutztiere der Welt. Ohne das Bestäuben der Pflanzen würde es kaum eine Obst- oder Getreidesorte mehr geben. Doch seit Jahren sinkt die Anzahl der winzigen Völker stetig. Das liegt zum einen an der übermäßigen Verwendung von Pestiziden sowie zum anderen an der Reduzierung des natürlichen Lebensraumes der Bienen, da immer

weiterlesen »
Pilze-im-Garten

Pilze im Garten – Verzehr, Beseitigung und Vorbeugung

Sie entdecken hin und wieder vereinzelte Pilze in Ihrem heimischen Grün? Oder aber Sie ärgern sich über eine seltsam kreisförmige Ausbreitung zahlreicher Pilze in Ihrem Garten? Ob diese verzehrt werden können, wie Sie Pilze im Garten richtig beseitigen und dem zukünftigen Pilzwachstum gezielt vorbeugen können – das erfahren Sie hier!
Unsere Experten für Gartenbau München klären Sie im Folgenden über alles Wissenswerte rund ums Thema Pilze im Garten auf!

weiterlesen »
tomatenhaus-selber-bauen

Tomatenhaus selber bauen – mit dieser Anleitung gelingt’s

Ein Tomatenhaus im heimischen Grün bietet Ihnen eine hervorragende Möglichkeit, den Erfolg Ihrer Tomatenernte auf ein neues Level zu befördern. Nicht immer muss eine gelingende Gemüsezucht in einem Gewächshaus geschehen: Ein Tomatenhaus, das Sie selbst bauen, stellt eine kostengünstige und einfach herzustellende Alternative dar und wird Sie mit einer reichen Tomatenernte beglücken. Warum die roten

weiterlesen »
Scroll to Top