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Kompost richtig umsetzen – So geht’s

Ein Komposthaufen sollte in keinem Garten fehlen. Kompost ist schließlich der beste Bio-Dünger, den Sie Ihren Pflanzen anbieten können – und das auch noch kostenlos.

Einen Komposthaufen legt man an, indem man natürliche Abfälle wie beispielsweise Laub, alte Erde oder Gemüsereste auf einen umzäunten Haufen wirft. Dieser muss im Frühjahr ordentlich aufgeschichtet und häufig umgesetzt werden. Wieso das Kompost Umsetzen wichtig ist und wie es am besten klappt, erklären Ihnen unsere Gartenbau München Experten.

Deshalb ist das Kompost Umsetzen wichtig

Zahlreiche Mikroorganismen und Regenwürmer wandeln den Haufen mit Gartenabfällen in wertvollen Kompost um. Dafür benötigen sie Wärme, Feuchtigkeit und vor allem Sauerstoff. Um das zu gewährleisten und schnellstmöglich brauchbare Komposterde zu bekommen, sollten Sie den Komposthaufen regelmäßig umschichten, also umsetzen.

Das ist wichtig, denn das Kompost Umsetzen:

  • mischt die Zutaten gut durch
  • verbessert die Sauerstoffzufuhr
  • regt die Verrottung an
  • reduziert das Volumen des Haufens erheblich

Kompost richtig umsetzen – So geht’s!

Der richtige Zeitpunkt

Das Umsetzen des Kompostes nimmt man idealerweise zwischen Februar und April im Angriff. Am besten eignet sich ein relativ kühler Tag, da das Kompost Umsetzen sehr mühsam und schweißtreibend sein kann. Außerdem darf es an dem Tag nicht regnen, da ansonsten das Material verklumpt.

Das richtige Werkzeug

Um den Kompost richtig umzusetzen, benötigen Sie:

  • ein stabiles Kompostsieb
  • eine Schubkarre
  • eine Schaufel (vorn gerade und nicht zugespitzt)
  • eine Reuthacke zum Lockeren der abgesetzten Erde.

Kompost umsetzen – Ablauf

Das Umsetzen von Kompost ähnelt ein wenig dem Umgraben eines Beetes: das Unterste kommt nach oben, das Oberste nach unten. Hierfür müssen Sie sich schichtweise von oben nach unten mit der Schaufel durch den Kompost arbeiten. Werfen Sie das Material auf den ausgelegten Kompostsieb, unter dem sich eine Schubkarre befinden sollte. Schon fertiger Kompost wird durch den Sieb durchfallen. Diesen können Sie sogleich zum Düngen Ihrer Pflanzen verwenden. Noch nicht ausreichend abgebautes Grün bleibt im Sieb hängen und wandert zurück in den Komposthaufen. Das Kompostsieb fängt außerdem Steine und grobe Äste auf. Diese können Sie dann entsorgen. Zu guter Letzt sollten Sie die bereits abgesetzte Erde mit einer Reuthacke lockern.

Neue Nährstoffe hinzugeben

Wenn Sie den Kompost umsetzen, sollten Sie im Zuge dessen ein ausgeglichenes Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis schaffen. Geben Sie gleichermaßen kohlenstoffhaltiges Material wie etwa Laub und Strauchschnitt, als auch stickstoffhaltiges Material wie z.B. Rasenschnitt und Brennnesseln in den Komposthaufen. Beachten Sie dabei, dass Rasenschnitt mindestens zwei Tage austrocknen sollte, bevor Sie ihn auf den Kompost geben. Planen Sie auch dementsprechend ein, wann Sie den Kompost umsetzen.

Kompost umsetzen – wie oft?

Der Kompost sollte mehrmals im Jahr in regelmäßigen Abständen umgesetzt werden. Idealerweise alle zwei Monate, sodass man bereits nach sechs bis zwölf Monaten zum Düngen nutzbare Erde gewinnt.

Kompost umsetzen – weitere Tipps

Ein Vlies über dem Kompost verhindert zudem, dass die Pflanzenreste im Winter zu stark auskühlen oder durchnässen. Das könnte nämlich den Verrottungsprozess verzögern oder ausbremsen.

Das Umsetzen können Sie als Anlass nehmen, sich den Kompost einmal genauer anzuschauen. Denn neben Luft und Wärme, muss der Komposthaufen auch feucht genug sein. Prüfen Sie das regelmäßig nach, indem Sie eine Handvoll Komposterde fest in der Faust zusammendrücken. Wenn wenige Wassertropfen zwischen den Fingern herauslaufen, hat der Kompost die richtige Feuchtigkeit. Läuft zu viel Wasser heraus, ist der Kompost zu feucht. Erscheint gar kein Wasser, so ist die Komposterde zu trocken. Entsprechend müssen Sie etwas Wasser nachgießen oder etwas an Gartenabfällen oder alter Erde hinzugeben.

Es ist sinnvoll, den Komposthaufen zusätzlich mit Algenkalk oder Gesteinsmehl anzureichern. Streuen Sie zwischen jede neue Schicht etwas davon auf den Kompost.

Beachten Sie, dass Schichten aus nur einer Komponente nicht höher als 20 cm sein sollten. Andernfalls wird der Verrottungsprozess gebremst.

© schulzie – stock.adobe.com

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