Terrasse anlegen

Wie Sie eine Terrasse anlegen

Als Experten für Gartenbau München zeigen wir Ihnen im folgenden Beitrag wie Sie eine Terrasse anlegen und was Sie dabei besonders beachten müssen.

Terrasse anlegen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Bevor Sie eine Terrasse anlegen können, müssen Sie sich erst darüber im Klaren werden, welche Art von Terrasse Sie gerne haben möchten und welches Material Sie dazu benötigen. Terrassenbeläge unterscheiden sich in vielerlei Hinsichten: Optik, Verlegeaufwand, Pflege, Haltbarkeit und Kosten.

Fliesen sind der wohl pflegeleichteste Belag für Terrassen. Naturstein wirkt sehr harmonisch, gehört aber zu den kostspieligsten Varianten. Funktionspflastersteine bestechen vielleicht nicht in der Optik, sind jedoch günstiger und pflegeleichter. Auch Holzplatten sind sehr begehrt bei Terrassen, da sie eine behagliche und natürliche Optik waren. Damit sich das Holz bei Regen jedoch nicht mit Wasser vollsaugt, sollte einmal im Jahr mit pflegenden Ölen oder Lasuren bestrichen werden.

Terrassen aus Schüttgut lassen sich am einfachsten verlegen, da kein Unterbau nötig ist. Außerdem handelt es sich dabei um widerstandsfähiges Material, das keinerlei Pflege benötigt. Jedoch ist es bei dem unebenen Boden schwierig einen Esstisch aufzustellen, ohne dass dieser bei Nutzung wackelt.

Wägen Sie Vor- und Nachteile der jeweiligen Materialien genau ab, bevor Sie sich für eine Terrassenart entscheiden. Die Terrasse im Nachhinein umzubauen, verursacht meist mehr Aufwand und Kosten, als eine Terrasse erstmalig anzulegen.

Form, Flächengröße und Ausrichtung bestimmen

Seien Sie sich im Klaren darüber, wofür Sie die Terrasse mehrheitlich nutzen möchten. Sind Sie ein Sonnenanbeter, der viel Platz für Liegestühle und Sonnenschirme benötigt? Möchten Sie gerne öfter im Garten speisen und müssen demnach einen Esstisch unterbringen? Soll die Terrasse über Eck, rund, quadratisch oder länglich sein?

Als Faustregel zur Größenbestimmung bei Terrassen gilt:

  • 4 Personen plus Tisch: ca. 20 qm
  • 6 Personen plus Tisch: ca. 30 qm

Sollen noch Sonnenliegen, Dekorationsobjekte und Pflanzen mit auf die Terrasse, müssen einige Quadratmeter hinzugerechnet werden.

Niedrige oder erhöhte Terrasse anlegen?

Auch die Höhe der späteren Terrasse muss im Vorfeld durchdacht werden. Eine erhöhte Terrasse steht entweder auf Stelzen oder die Ausschüttung wird entsprechend der gewünschten Höhe gesetzt. Wichtig ist dabei, dass das Fundament frostfrei ist und stark genug, um nicht irgendwann aufgrund der Last durchzubrechen.

Generell eignet sich eine erhöhte Terrasse, wenn:

  • Das Gelände stark abfällt
  • Die Architektur des Hauses keine andere Möglichkeit erlaubt
  • Die Terrasse im Garten besonders herausstechen soll

Wasserablaufsystem beachten

Damit die Terrasse im wahrsten Sinne des Wortes nicht unter Wasser steht, muss ein Wasserablauf integriert werden. So kann Regenwasser ganz einfach abfließen. Dieser ist für Terrassenbesitzer zwar nicht verpflichtend, aber dennoch sinnvoll.

Benötigte Materialien für den Terrassenbau

  • Betonplatten
  • Kies für Unterbau
  • Absteckpflöcke
  • Schnüre
  • Richtscheit
  • Schaufel
  • Spaten
  • Zollstock
  • Handschuhe
  • Zwei dünne Metallrohre
  • Besen
  • Bauwinkel
  • Wasserschlauch
  • Bodenhacke
  • Sackkarre
  • Fäustel
  • Gummihammer

Entsorgung planen

Wer eine Terrasse anlegt, verursacht auch viel Müll: Vom Erdhügel nach dem Aushub bis zum Verschnitt von Terrassendielen oder Betonplatten. Die fachgerechte Entsorgung dieser Reste muss daher im Voraus geplant werden.

Terrasse anlegen – Anleitung

Je nachdem welches Material Sie verwenden, unterscheidet sich auch die Art und Weise, wie Sie die entsprechende Terrasse anlegen. Generell gilt:

Fläche abstecken

Das ist wichtig, damit Sie die Fläche kennen und die Terrasse nicht zu weit oder zu eng anlegen. Messen Sie die Fläche genau aus und stecken Sie an den Eckpunkten Absteckpflöcke ein. Verwenden Sie außerdem eine Richtschnur, die Sie um die Pflöcke schlingen.

Fläche ausheben

Heben Sie entsprechend der Bodenverhältnisse die Fläche aus. Die Aushubtiefe hängt vom gewählten Terrassenbelag ab. Informieren Sie sich dazu im Fachhandel oder bei einem Gartenbaubetrieb.

Untergrund für Belag verdichten

Entfernen Sie Steine, Äste und Pflanzenreste und glätten Sie dann die Fläche mit einer Harke. Fahren Sie damit mindestens zweimal über den Boden.

Trag- und Ausgleichsschicht anbringen

Die Tragschicht besteht meist aus Schotter. Bringen Sie mehrere Schichten in den Aushub ein. Dieser sollte vollständig befüllt und verdichtet sein. Füllen Sie dann eine etwa 4 cm starke Ausgleichsschicht (Splitt) ein.

Platten verlegen

Setzen Sie die Platten einzeln ein. Halten Sie dabei eine Fugenbreite von 3-5 mm ein.

Fugen einfügen & gleichmäßiges Fugenbild herstellen

Setzen Sie nun das Fugenmaterial, bis die Fugen vollständig damit befüllt sind. Achten Sie auf ein gleichmäßiges Fugenbild.

Platten einzeln anschlagen

Schlagen Sie die Platten einzeln ein. Benutzen Sie dazu einen Gummihammer, um die Platten nicht zu beschädigen. Die Platten sollten dabei wenige Millimeter einsenken. Achten Sie darauf, dass alle Platten gleichmäßig einsenken und nehmen Sie eventuelle Korrekturen mit der Hand vor.

Einschlämmen (Bei Betonplatten)

Schlämmen Sie zu guter Letzt das Fugenmaterial mit Wasser ein. Dieser Schritt ist jedoch nur dann notwendig, wenn Sie sich für Betonplatten entschieden haben.

Jetzt beraten lassen

Wenn auch Sie eine Terrasse anlegen möchten und dabei professionelle Unterstützung wünschen, sind wir gerne für Sie da! Fragen Sie ganz unverbindlich bei uns an! Wir freuen uns darauf, Ihnen bei Ihrem Gartenprojekt unter die Arme greifen zu können!

© contrastwerkstatt – stock.adobe.com

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