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Hummusaufbau

Deshalb ist der Humusaufbau im Boden so wichtig

Humus sorgt für lebendigen Boden und ist Voraussetzung für bestes Pflanzenwachstum. Doch was gibt es beim Humusaufbau zu beachten? Ist Humus dasselbe wie Kompost? Diese und weitere Fragen beantworten Ihnen unsere Experten für Gartenbau München im folgenden Artikel.

Was ist Humus eigentlich?

Als Humus bezeichnet man die gesamte abgestorbene organische Substanz im Erdboden. Diese besteht meist aus Pflanzenresten sowie Resten und Ausscheidungen von Bodenlebewesen, wie zum Beispiel Würmern. Vereinfacht ausgedrückt, ist Humus also Material, das einmal im oder auf dem Boden gelebt hat und dann abgestorben ist. Die Menge an Humus in Böden wird von Ausgangsgestein, dem vorherrschenden Klima sowie von der Art der Bewirtschaftung beeinflusst.

Was ist der Unterschied zwischen Humus und Kompost?

Bodenorganismen verarbeiten tierische und pflanzliche Überreste und produzieren ein homogenes Substrat, das reich an Nährstoffen ist: den Humus. Dabei handelt es sich in der Regel nur um die oberste Schicht des Bodens. Im Gegensatz zum Humus ist die Komposterde noch nicht vollständig zersetzt. Kompost ist eine Zusammensetzung aus pflanzlichen Abfällen, die durch das Einwirken von Bodenorganismen erst noch vollständig zu Humus verarbeitet werden muss. Während Humus also in den natürlichen Lebensräumen ohne das Einwirken des Menschen entsteht, wird Kompost aktiv hergestellt, indem pflanzliche Abfälle auf einem sogenannten Komposthaufen zusammengetragen werden.

Warum ist der Humusgehalt für den Garten wichtig?

Humus… 

……liefert Nährstoff
Humus trägt maßgeblich zur Bodenfruchtbarkeit und zum Pflanzenwachstum bei, da er wichtige Nährstoffe liefert, die nicht oder nur kaum ausgewaschen werden können. 

…verbessert den Boden
Böden mit ausreichend Humusgehalt sind widerstandsfähiger gegen Witterungsereignisse wie Starkregen, Wind und Trockenheit. Außerdem sind die Böden lockerer, wesentlich weniger erosionsgefährdet und ,,leiden’’ auch nicht unter pH-Wertschwankungen. 

…verhindert Überschwemmungen
Der Humusaufbau fördert die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern, aber auch versickern zu lassen, was Staunässe und Überschwemmungen verhindert. Der Boden kann je Prozent an Humusgehalt bis zu 400 m³ Wasser pro Hektar zusätzlich speichern.

  …bindet Kohlenstoffdioxid
Humose Böden tragen maßgeblich zum Klimaschutz bei: Humus besitzt die Fähigkeit, Unmengen des des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu binden und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt.

  …bindet Stickstoff
Mit dem Stickstoff verläuft es ebenso. Pro Prozent Humusgehalt werden z.B. 2.500 kg Stickstoff gebunden, welcher dann bei Bedarf von den Pflanzen aufgenommen werden kann. So kann der Stickstoff nicht als Nitrat in unser Grundwasser gelangen.

Humusaufbau im Garten – So funktioniert es

Da Humus ein Naturprodukt ist, baut es sich natürlich auch kontinuierlich wieder ab. Das bedeutet, dass man den Humusaufbau permanent ankurbeln muss, um von den Vorteilen eines humosen Bodens zu profitieren. Wenn Sie eine Humusschicht aufbauen wollen, können Sie dafür Kompost, Gründünger, Mist, Mulch, alte Blumenerde sowie organischen Dünger verwenden. Gerade Mulch ist eine der wichtigsten Zutaten für den Humusaufbau, da dieser den Boden wie ein Sonnenschirm vor Austrocknung schützt. Der erfolgreiche Humusaufbau und -erhalt erfordert glücklicherweise keine großen Arbeiten. Viele kleinere Maßnahmen sind in der Summe ebenso hilfreich:

      • Der Schlüssel zu einem funktionierenden Humusaufbau ist dauerhafter Bewuchs. Eine nahezu permanente Durchwurzelung in verschiedenen Ebenen des Bodens ermöglicht den maximalen Eintrag von Bodenkohlenstoff. Sorgen Sie für eine Dauerbegrünung Ihres Gartens (anstelle der Herbstfurche und Winterbrache). Die Zeit ohne grüne Pflanzen sollte auf dem Boden so kurz wie möglich gehalten werden. Dass hält den Boden lebendig, sodass natürlich auch mehr Humus gebildet werden kann. Setzen Sie gerade zur kalten Jahreszeit auf winterharte Pflanzen.

      • Mischkulturen (anstelle von Monokulturen) meint den simultanen Anbau von mehreren Kulturen, die gleichzeitig wachsen und sich gegenseitig positiv beeinflussen können. Die Wurzelvielfalt treibt den Humusaufbau voran.

      • Regelmäßiges Düngen mit Kompost trägt maßgeblich zum Humusaufbau bei. Je größer die Kompostmenge, desto rascher geht der Humusaufbau vonstatten.

      • Je weniger Sie den Boden chemisch oder mechanisch bearbeiten, desto geringer ist der Sauerstoffeintrag und desto stabiler bleibt der aufgebaute Humus bestehen. Das Ökosystem Erdboden hat sich selbst, durch sich gegenseitig fördernde Symbiosen, zu einem hoch effizienten System entwickelt. Greifen Sie in den Boden ein, wird dieses System gestört und die natürliche Bodenfruchtbarkeit reduziert.

Diese Maßnahmen sollten dauerhaft fortgeführt werden, andernfalls könnte sich ein Humusabbau anbahnen und die bisherigen Versuche erfolglos machen.

Humusaufbau – Fazit

Der Humusaufbau bietet vielfältige Vorteile für den Gartenboden und somit auch für den gesamten Garten und die darin beheimateten Pflanzen. Beispielsweise schütz humoser Boden vor Überschwemmungen, liefert dem Grün wichtige Nährstoffe und bindet bedenklichen Stickstoff und reduziert umweltschädliche Treibhausgase. Achten Sie deshalb auf einen ausreichenden, guten Humusaufbau und Sie werden von einer grünen Oase profitieren! Humusaufbau gelingt am besten durch das ständige Begrünen und Düngen des Bodens sowie dem Absehen von chemischer und mechanischer Bearbeitung dessen!

©994yellow  – stock.adobe.com

 

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